Die Frau und der Fremde

Regie: Rainer Simon
Produktion: DEFA-Studio für Spielfilme
Spielfilm, DDR 1984, 97 Min., Farbe, 35mm


Wiederaufführungstermin 27. Juni 2008

Die DVD des Films ist bei absolutMEDIEN erschienen.

Im Rahmen der Retrosopektive der 60. Berlinale ist der Goldene-Bär-Gewinner von 1985 auf dem Festival zu sehen.
Berlinale
13.2.2010, 21:30 Uhr, Berlinale Goes Kiez, Kino Toni, OF (mit Rainer Simon)
16.2.2010, 20:30 Uhr, CinemaxX 8, OmeU (mit Rainer Simon)
19.2.2010, 22:00 Uhr, Zeughauskino, OmeU


Synopsis

Eine Frau zwischen zwei Männern in den Wirren des I. Weltkrieges.

Die beiden Soldaten Richard (Peter Zimmermann) und Karl (Joachim Lätsch) bilden ein Arbeitskommando in einem Außenlager in russischer Kriegsge-
fangenschaft. In der Einöde der Steppe nährt einzig die Erinnerung an seine Frau Anna (Kathrin Waligura) Richards Willen zu überleben und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Karl identifiziert sich mehr und mehr mit Richards Liebe, kann schließlich aus dem Lager fliehen und sucht Anna auf. Durch die intensive Zeit in Gefangenschaft hat Karl Richards Gestik und Eigenarten übernommen und mimt perfekt die Rolle ihres Ehemannes, den sie seit Jahren tot glaubt.
Anna ist hin und her gerissen zwischen Sympathie zu dem Fremden und Loyalität gegenüber ihrem Ehemann. Doch ihre anfängliche Skepsis gegenüber Karl, der so selbstverständlich Teil ihres Lebens wird, weicht einer tiefen Zuneigung. Sie teilt ihre Zwiegespaltenheit mit anderen allein gebliebenen Frauen, die zwischen der Treue zu ihren Ehemännern im Krieg und dem Wunsch nach einer neuen Beziehung stehen.
Die junge Liebe von Anna und Karl wird auf eine harte Probe gestellt als Richard unerwartet aus der Gefangenschaft heimkehrt und seine Ehefrau zurückfordert. Anna steht nun zwischen den beiden Männern, deren Lebensinhalt von ihrer Liebe bestimmt ist.

Stab

BUCH & REGIE Rainer Simon
LITERARISCHE VORLAGE Leonhard Frank
PRODUKTIONSLEITUNG Manfred Renger
PRODUKTION DEFA-Studio für Spielfilme, Gruppe „Johannisthal“
KAMERA Roland Dressel
SCHNITT Helga Gentz
DRAMATURGIE Andreas Scheinert
SZENENBILD Hans Poppe
KOSTÜM Werner Bergemann
MUSIK Reiner Bredemeyer
DARSTELLER Kathrin Waligura, Joachim Lätsch, Peter Zimmermann, Katrin Knappe, Christine Schorn, Ulrich Mühe

Festivals und Auszeichnungen

35. Internationale Filmfestspiele Berlin 1985, Wettbewerb, Goldener Bär