Der einst berühmte Schauspieler Ernst Stein ist 1968 aus Protest gegen den Einmarsch in die CSSR während einer Aufführung von der Bühne abgegangen - für immer. Gut zwanzig Jahre hat er in selbst gewählter Isolation in seinem Haus am Stadtrand von Berlin gelebt. Man sagt, er ist ein bisschen irre. Beschützt und umsorgt wird er hauptsächlich von Kindern und Jugendlichen aus der Nachbarschaft. Der alte Mann liebt Sara, eine Zwanzigjährige. Die gesellschaftliche Unruhe des Jahres 1989 bricht in seine abgeschlossene Welt ein. Tramper, Rebellen, Punker, Aussteiger nisten sich bei ihm ein, nehmen, was sie brauchen, verschwinden wieder. Eines Tages verschwindet auch Sara.
Auf der Suche nach ihr gerät er in ein Polizeiobjekt, in dem junge Demonstranten schikaniert werden. Nach dem Fall der Mauer ist er allein zurückgeblieben. Seine Todesvisionen zeigen ihn in Rom, die Katakomben hinabsteigen - konfrontiert mit seinem schlechten Gewissen: zwei desertierten Russen, denen er einst die Tür gewiesen hatte.
-
Stein
- Spielfilm | Deutschland (BRD) | 1991
-
Dauer 108 Min
Länge 2902 m
Filmformat 35 mm
Tonformat Stereo
Sprachfassung deutsch
Untertitel englisch
stab
Regie
Egon Günther
Drehbuch
Egon Günther,
Helga Schütz
Produktion
DEFA-Studio für Spielfilme
Regieassistenz/ Co-Regie
Barbara Mädler
Dramaturg
Christel Gräf
Kamera
Erich Gusko
Schnitt
Monika Schindler
Szenenbild
Harald Horn
Maske
Lothar Stäglich,
Rosemarie Stäglich
Kostüm
Christiane Dorst
DEFA-Fotograf
Heinz Pufahl
Komponist
Henry Purcell,
Johannes Brahms,
Karl-Ernst Sasse
Musikinterpret
Maurice (Bariton) Bevan,
Annelies (Alt) Burmeister,
Paul (Tenor) Elliott,
Rosemary (Sopran) Hardy,
Männerchor des Rundfunkchores Leipzig - Brahms,
Rundfunk-Sinfonie-Orchester Leipzig, Leitung: Heinz Bongartz (The King\'s Music aus King Arthur),
The Deller Chor - Purcell
mit
Rolf Ludwig
(Stein),
Franziska Herold
(Sara),
Johanna Möhring
(Josie),
Eckhard Doblies
(Sven),
Susanne Böwe
(in \'König Lear\': Regan),
Alexander Hetterle
(Energetiker),
Jaecki Schwarz
(Polizist I),
Gerhard Hähndel
(Polizist IV),
Uwe-Dag Berlin
(Fotograf),
Margit Bendokat
(Frau Reinhard),
Evelyne Dahm
(Laura),
Pietro Elia
(Beamter),
Katja Paryla
(Christine Berg),
Anne Ferse
(Mephisto),
Sebastian Hartmann
(sowjetischer Soldat)