Banale Tage
Ost-Berlin, Ende der 70er Jahre: Thomas, Auszubildender mit proletarischen Familienhintergrund und Michael, 16-jähriger Schüler aus kulturell geprägtem Elternhaus, lernen sich nach einem Diskobesuch kennen. Da sie beide die letzte Straßenbahn verpasst haben, machen sie sich zu Fuß auf den Heimweg und landen schließlich bei Michael zu Hause, wo sie ausgiebig über Gott und die Welt reden. Aus dieser Begegnung entsteht eine konträre Freundschaft zwischen den unterschiedlichen Jungen, verbunden durch den gemeinsamen Wunsch: Der Enge, Verlogenheit und Beschränkung von Eltern und Gesellschaft zu entfliehen. Schließlich kommt Thomas auf die Idee, gemeinsam mit Michael eine Wohnung zu besetzen, um endlich unabhängig zu sein. Doch während es für den einen lediglich ein provokantes Spiel ist, entsteht für den anderen daraus bitterer Ernst…
Regisseur Peter Welz beschreibt BANALE TAGE als das „Aufeinandertreffen der Banalität und der Exzentrik des Alltags“. Er will den Film nicht als verbitternd-abrechnend oder etwa sentimental-nostalgisch verstanden wissen; vielmehr interessiert ihn das immer wieder aktuelle Thema der sich gegen die Zwänge und gesellschaftlichen Konventionen wehrenden Jugend.






